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20.08.2010
SK Treibach
SV Spittal 1:2 (0:2)
Turnerwaldstadion, 300 Zuschauer


0:1 Manuel Plattner (26)
0:2 Paul Jury (37’)
1:2 Mulyk (68')


Aufstellung SV Spittal: Gaisecker / Sixt – Neidhardt – Chaile – Pertl / Lagler (71. Kofler) – Truskaller – Pichorner – P. Rainer / Plattner  – Jury (89. Hasanovic)


Das Auswärtsspiel des SV Spittal in Treibach beginnt mit gegenseitigem Abtasten zweier vorsichtiger Teams und so dauert es lange, bis die ersten Torschüsse zu verzeichnen sind: Der SVS probiert’s zum ersten Mal in der 13. Minute, doch der Weitschuss von Kapitän Hannes Truskaller stellt Mario Krassnitzer (der vor langen Jahren beim SVS tätig war) im Treibach-Tor vor kein Problem. Gefährlicher ist da schon die erste Aktion der Gastgeber: Zuerst kann ein Stanglpass gerade noch abgefangen werden und direkt danach pfeift ein Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp am Kreuzeck vorbei.

Danach neutralisieren sich beide Mannschaften wieder, bis auf einen Schuss von Paul Jury in der 18. Minute (aus 20 Metern einen knappen Meter übers Tor) gibt’s nichts zu berichten. In der 26. Minute ändert sich das dann allerdings schlagartig: Die Spittal-Abwehr kann einen Angriff abwehren, Peter Rainer spielt den Ball schnell nach vorne zu Jury, der geht ein paar Meter und schickt dann den mitgelaufenen Manuel Plattner frei. Wie schon so oft, ist „Plattigoal“ auch dieses Mal schneller als zwei Verteidiger und schupft den Ball aus schon recht spitzem Winkel gekonnt über Krassnitzer zur Spittaler Führung ins Tor.

Durch den Rückstand aufgeweckt, agiert Treibach in der Folge etwas druckvoller, kann sich allerdings keine nennenswerte Torchance erspielen. Über die Seiten kommt man zwar einige Male relativ weit in die Angriffszone, spätestens an der Strafraumgrenze ist aber jedes Mal Schluss. Einzige Ausnahme: In der 35. Minute wird ein Treibacher zentral in die Gasse geschickt, doch Martin Gaisecker im Spittal-Tor reagiert blendend, denn er kommt blitzartig aus seinem Gehäuse und kann den Ball dem Treibacher noch vom Fuß schlagen.
Fast im Gegenzug dann das 2:0 und das fällt so: Foul an Thomas Lagler rechts im Mittelfeld, Freistossflanke zur Mitte, Truskaller gewinnt knapp außerhalb des Strafraums ein Kopfballduell, der Ball fällt Jury vor die Füße, der düpiert einen Gegenspieler, zieht in den Strafraum und schießt aus gut 13 Metern überlegt ins lange Eck.

Bis zur Pause tut sich dann nichts mehr und auch nach der Pause gibt’s so gut wie keine Torraumszenen. Treibach versucht zwar, mit einem Doppeltausch für mehr Druck zu sorgen – aber vergeblich. In der Spittaler Innenverteidigung sind Claus Neidhardt und Carlos Chaile unüberwindbare Hindernisse und auch über außen geht nichts mehr, denn die in der ersten Halbzeit teilweise noch unsicheren Florian Sixt und Thomas Pertl steigern sich deutlich.
So gesehen ist es keine Überraschung, dass die erste Torchance in der zweiten Halbzeit dem SVS gehört: Einen flach geschossenen Freistoss von Jürgen Pichorner aus 22 Metern kann der Treibach-Goalie nur mit ganz viel Mühe abwehren (61’).

Den ersten Torschuss der Gastgeber nach der Pause gibt’s erst in der 68. Minute, der ist allerdings gleich drin: Nach einem Eckball kann die SVS-Abwehr den Ball nur kurz wegschlagen, die Kugel landet bei Mulyk, der aus ca. 11 Metern abzieht und mit seinem Schuss genau ins Eck trifft, Gaisecker ist ohne Abwehrchance.

Nun bricht bei den gut 25 mitgereisten Spittal-Fans natürlich die große Nervosität aus, dies aber eigentlich ohne Grund, denn die SVS-Elf steht kompakt und lässt bis zum Schlusspfiff keine einzige Torchance mehr zu. Symptomathisch die Leistung von Treibach-Goalgetter Lessnigg: Durch die Mitte gibt’s kein Durchkommen, Pässe nach außen kommen nicht an und so probiert’s Lessnigg mit Schüssen aus der zweiten oder dritten Reihe, die aber allesamt ungefährlich bleiben. Dazu kommen noch einige Abseitsstellungen, die aber vom hervorragenden Linienrichter allesamt korrekt angezeigt werden.

Der SVS fährt noch den einen oder anderen halbherzigen Konter, wirklich Erwähnenswertes ist aber nicht dabei und so gibt’s nach 93 Minuten den Abpfiff und drei nicht unbedingt erwartete Punkte.


Fazit:
Verdienter SVS-Sieg, der einerseits der Coolness der Stürmer und andererseits der starken Defensivleistung zu verdanken war. Vorne kamen Plattner und Jury jeweils zu einer guten Torchance, die sie beide abgebrüht nutzten. Im Defensivverhalten zeigte sich der SVS – wie bisher in jeder Partie in dieser Saison – deutlich verbessert im Vergleich zur Vorsaison. Insbesondere Neidhardt und Chaile agierten erneut fast fehlerlos, aber auch das Mittelfeld arbeitete viel nach hinten. So blieb den Treibachern nur der Weg über die Flanken, wo Sixt und Pertl nach Anfangsschwierigkeiten in der Folge aber auch nichts mehr zuließen.
Dank einer homogenen und kompakten Mannschaftsleistung entführt der SV Spittal daher drei nicht erwartete Punkte aus Treibach und darf sich in der Tabelle weiterhin nach oben orientieren.


Florian Gauglhofer für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"
August 2010