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26.08.2011

SV Spittal – FC Lendorf 3:1 (2:0)

Goldeckstadion, 900 Zuschauer

 

 

1:0 Manuel Plattner (23’)

2:0 Manuel Plattner (29’)

3:0 Carlos Chaile (64‘)

3:1 Chr. Morgenstern (69‘)

 

 

Aufstellung SV Spittal: Huber / Graf – Neidhardt – Chaile – M. Moser / Sixt – Jozef – J. Pichorner – Hasanovic – Lagler (87. Krieber) / Plattner (90. S. Pichorner)


 

Bei herrlichem Sommerwetter sind immerhin etwa 900 Zuschauer ins Goldeckstadion gekommen, um das Oberkärnten-Derby mitzuverfolgen. Der in dieser Saison noch ungeschlagene SV Spittal setzt auf dieselbe Aufstellung wie in den beiden Spielen zuvor und das macht sich offenbar bezahlt, denn die Zuschauer sehen von Beginn an einen überlegenen SVS, der mit offensivem und aggressivem Spiel die Gäste in die eigene Hälfte drängt.

Die erste gute Chance gibt's in der 14. Minute, nach einem von Jürgen Pichorner getretenen Eckball kommt Rafael Graf frei zum Kopfball, setzt die Kugel aber knapp übers gegnerische Tor. Wenige Minuten später spielt Marco Moser auf der linken Seite Manuel Plattner schön frei und dessen Stanglpass führt fast zu einem Eigentor.

 

Der Druck des SVS wird nun immer stärker und es gibt Chancen im Minutentakt: Sowohl bei einem Plattner-Schuss in der 19. Minute als auch bei Schüssen von Halid Hasanovic und Carlos Chaile in der 20. Minute können Lendorf-Feldspieler vor der Linie gerade noch klären.

Bei einer ähnlichen Situation in der 23. Minute fällt dann aber das 1-0: Nach einem Eckball kommt's zu einem Getümmel im Lendorf-Strafraum, einen Pichorner-Schuss kann der Tormann zwar noch zur Seite abwehren, aber dort steht Plattner und setzt den Abpraller aus kurzer Distanz ins Tor und sorgt so für die hochverdiente Führung.

 

Aber Plattner hat noch nicht genug: Nur 6 Minuten später wird er von Hasanovic mit optimalem Lochpass auf die Reise geschickt, enteilt der Lendorfer Innenverteidigung und schupft den Ball über den aus seinem Tor stürzenden Goalie zu seinem zweiten Tor.

 

Mit diesem Vorsprung im Rücken agiert der SVS für den Rest der ersten Halbzeit etwas defensiver, hat den Gegner aber weiterhin im Griff. Mit einer Ausnahme: In der 44. Minute bringt die SVS-Abwehr nach einem Eckball den Ball nicht weg und irgendwie kommt der Ex-Spittaler Kautz aus 7 Metern frei zum Schuss, scheitert aber an Goalie Daniel Huber.

 

Auch nach der Pause ist zunächst Lendorf kurz am Drücker, nach einer halbhohen Flanke zur Mitte nimmt ein Lendorfer den Ball direkt, schießt aber ganz knapp vorbei - Huber wäre hier chancenlos gewesen.

Danach hat das Spiel wieder einen ähnlichen Charakter wie gegen Ende der ersten Halbzeit: Der SVS kontrolliert das Spiel, kommt zwar zu keinen guten Chancen mehr, lässt aber auch nichts zu.

 

Die Entscheidung fällt dann in der 64. Minute: Freistoß für den SVS von nahe der Cornerfahne, Pichorner bringt den Ball zur Mitte, der Tormann irrt durch den Strafraum, der Ball landet bei Hasanovic, dessen Schuss kann noch vor der Linie geblockt werden, aber der Nachschuss von Chaile ist dann drin.

 

Trotzdem wird's kurz darauf noch einmal ein bisschen spannend, denn in der 69. Minute kommt Lendorf zum - insgesamt verdienten - Anschlusstreffer: Martin Morgenstern setzt sich nach einem Ausschuss gegen zwei Spittal-Spieler durch und spielt den Ball ideal in den Lauf seines Bruders Christoph, der Huber mit einem satten Schuss aus 13 Metern ins lange Eck keine Chance lässt.

In der Folge wird das Spiel kurz noch einmal hektisch, unter anderem sieht Hasanovic nach einem überflüssigen Foul Gelb/Rot (82'), gefährlich werden die Gäste aber nicht mehr; erwähnenswert ist eigentlich nur noch ein Freistoß von Chr. Morgenstern, den Huber schön zur Ecke wehren kann (88').

Die besseren Torchancen hat auch in der Schlussphase der SVS und zwar jeweils durch Plattner, doch einmal kann er im letzten Moment gestoppt werden (85') und dann ist der Tormann bei seinem Schuss aus spitzem Winkel auf der Hut (91').

Nach einer unerklärlich langen Nachspielzeit von fast 6 Minuten ist dann Schluss und der SVS geht als Sieger vom Platz.

 

 

Fazit:

Verdienter Sieg für den SV Spittal, der den Großteil des Spiels überlegen war. Zwar waren sowohl das erste als auch das dritte Tor eher Zufallsprodukte, aber genau diese Spielsituationen hatte der SVS durch sein druckvolles Spiel nach vorne erst möglich gemacht.

 

Damit gewinnt der SVS nicht nur das Oberkärnten-Derby, sondern bleibt auch in dieser Saison weiterhin ungeschlagen und etabliert sich schön langsam in der Spitzengruppe der Liga.