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26.10.2011

SV Spittal – Rapid Lienz 2:1 (1:1)

Goldeckstadion, 350 Zuschauer

 

 

1:0 Thomas Lagler (12’)

1:1 Tiganj (38’)

2:1 Thomas Lagler (62‘)

 

 

Aufstellung SV Spittal: Huber / Graf – Neidhardt – Chaile – M. Moser / Sixt – Jozef – Krieber – Hasanovic – Lagler (90. Urbas) / Plattner (80. S. Pichorner)

 

Bei seinem letzten Heimspiel im Jahr 2011 hat der SV Spittal die große Chance auf die Tabellenführung, denn gestern ist Tabellenführer Feldkirchen überraschend in Ruden mit 0:3 untergegangen.

Bei feuchtkühlem Wetter ist Rapid Lienz der Gegner, und da die Osttiroler dringend Punkte gegen den Abstieg benötigen, erwartet die Zuschauer ein kampfbetontes Spiel.
Und tatsächlich ist das Spiel zu Beginn wenig spektakulär: Lienz versucht aus einer gesicherten Defensive ins Spiel zu kommen und der SVS schafft es nicht, Druck auszuüben. Trotzdem kommt der SVS früh zur Führung: In der 12. Minute wird Thomas Lagler von Florian Sixt an der Strafraumgrenze bedient, zieht sofort ab und sein Schuss passt genau ins Eck.

Trotz des 1:0 spielt der SVS in der Folge wenig überzeugend, wie schon in den letzten beiden Runden scheint die erste Halbzeit aus Spittaler Sicht die schwächere zu sein. Daher ist es keine allzu große Überraschung, dass Lienz nach 38 Minuten zum Ausgleich kommt, obwohl die Gäste kaum Chancen zu verzeichnen hatten. Nach einem Schuss kann Goalie Daniel Huber den Ball zwar abwehren, aber die Kugel landet genau bei Tiganj, der aus wenigen Metern einschiebt.

Nach der Pause ändert sich dann das Bild und der SVS setzt Lienz immer stärker unter Druck. In dieser Phase hält vor allem der Schiedsrichter Lienz im Spiel, denn einige Pfiffe sind völlig unverständlich und benachteiligen den SVS. Trainer Wolfgang Oswald regt sich jedenfalls dermaßen über den Schiri auf, dass dieser ihn kurzerhand auf die Tribüne verbannt.
Von dort kann Oswald dann den verdienten Führungstreffer bejubeln: Nach einer Freistoßflanke kommt es im Lienz-Strafraum zu einem Getümmel, irgendwie landet die Kugel beim an der zweiten Stange lauernden Lagler und der bugsiert den Ball über die Linie (62‘).


In der Folge verabsäumt es der SVS, den Sack zuzumachen und so kommt Lienz in der Schlussphase des Spiels nochmals auf. Das Fehlen von Kapitän Jürgen Pichorner fällt nun vermehrt ins Gewicht, denn der SVS verliert zusehends die Kontrolle über das Geschehen im Mittelfeld und kommt daher auch kaum zu guten Konterchancen. Glücklicherweise steht aber die Abwehr einmal mehr gut, insbesondere Carlos Chaile räumt alles weg, was gefährlich werden könnte. Und so müssen die gut 350 Zuschauer zwar bis zum Schluss zittern, richtig gefährlich wird Lienz aber nicht mehr und nach 92 Minuten darf sich der SVS über 3 Punkte und die Tabellenführung freuen.

 

 

Fazit:

Bis zu diesem Spiel hatte der SV Spittal bei seinen 7 Saisonsiegen immer mit zwei oder mehr Toren gewonnen, dieses Mal war es erstmals knapp. Insgesamt geht der Sieg zwar durchaus in Ordnung, hätte Lienz in der Schlussphase noch den Ausgleich geschafft, wäre dieser aber auch nicht unverdient gewesen.

 

Aber es zeichnet gute Mannschaften aus, dass sie auch dann punkten, wenn sie nicht den besten Tag erwischt haben. Und genau so eine gute Mannschaft ist der SVS ganz offensichtlich, denn die Bilanz nach 14 Runden ist grandios: Mit 8 Siegen und 6 Remis thront der SVS an der Tabellenspitze – ein Zwischenstand, mit dem wohl nicht einmal die größten Optimisten gerechnet hätten.

Das letzte Mal war der SVS am 28.10.2005 Tabellenführer, verlor die Führung aber nach einer Runde schon wieder. Bleibt zu hoffen, dass man sich dieses Mal länger an der Spitze halten kann – zuzutrauen ist es der Mannschaft jedenfalls !